Fahrzeugkredite

Das Auto auf Kredit

Ein Auto kann sehr teuer werden. Vor allem wenn es sich um einen Neuwagen handelt. Daher nehmen viele Käufer die Möglichkeit eines Autokredites in Anspruch.

Was versteht man unter Autokredit?

Der Begriff ist ein wenig irreführend, denn das deutsche Bankensystem kennt keinen Kredit, der im ursprünglichen Sinne diesen Namen trägt. Er hat sich umgangssprachlich so durchgesetzt und wird mittlerweile auch von den Banken verwendet.
Grundsätzlich versteht man darunter ein Darlehen, das seinem Zweck nach gebunden ist. Es darf nur für die Finanzierung eines Fahrzeuges genutzt werden. Auch wenn der Name Autokredit langläufig genutzt wird, kann das Darlehen für jedes Fahrzeug, ob zu Land oder zu Wasser, verwendet werden.

Welche Arten von Fahrzeugkrediten gibt es?

Da der Kredit keine genaue Beschreibung nach dem Bankengesetz beinhaltet und auch im bürgerlichen Gesetzbuch keine klare Definition für ihn vorhanden ist, kann es verschiedene Arten der Kreditzahlung geben.
Am häufigsten genutzt wird der Ratenkredit. Der Kredit ist in seiner Höhe beschränkt und beläuft sich im Regelfall auf 5.000 – 50.000€. Zu beachten ist, dass der Kredit, wie eingangs erwähnt, an einen Zweck gebunden ist. Das ist insofern wichtig, weil das gekaufte Fahrzeug für den Kredit als Sicherheit steht.
Eine weniger bekannte, aber besonders beim Leasing genutzte Methode ist die Drei-Wege-Finanzierung. Mit dem Geld der Bank leistet der Kunde zunächst beim Autohändler eine Anzahlung und dann eine monatliche Rate bis zur Leasing-Grenze oder bis der Leasingvertrag abgelaufen ist. Dann kann er sich entscheiden, ob er da verbleibende Geld nutzt, um den Wagen vollends zu kaufen. Bis zu diesem Zeitpunkt ist der Wagen weiterhin Eigentum des Leasingunterunternehmens und nicht der Bank. Erst nach einem Kauf verhält es sich wieder wie beim Ratenkredit. Abweichend gibt es noch den Ballonkredit. Hier wird der letzte Rest zum Kaufpreis mit einem Mal bezahlt. Die Drei-Wege-Finanzierung ist meist bei den Händlern selbst zu finden.

Was ist bei einem Kredit wichtig?

Das Deckungsvermögen bei einem klassischen Ratenkredit für den Ankauf eines Fahrzeuges beträgt bis 50.000€. Es ist angebracht, zwischen dem eigentlichen Kaufpreis und der Kredithöhe immer einen kleinen Abstand zu lassen, um Geld für plötzliche anfallende Kosten zur Hand zu haben.
Die Laufzeit eines klassischen Autokredites beträgt standardmäßig zwischen 24 – 48 Monate. Wobei gesonderte Abmachungen nicht ausgeschlossen sind. Bei der Drei-Wege-Finanzierung beläuft sich die Zahlungsdauer für das Darlehn meist auf 24 Monate.
Von Vorteil ist es für den Käufer, wenn er den Fahrzeugbrief für sich behalten kann. Einige Banken verlangen ihn als Sicherheit, dass der Wagen auch wirklich ihnen gehört. Der Kunde erhält dann eine Ablichtung für seine eigenen Zwecke. Aber mit originalem Fahrzeugbrief kann der Wagen auch während der Kreditlaufzeit verkauft und so der ausstehende Restbetrag auf einmal beglichen werden.

Das führt zu einem weiteren Punkt. Sonderzahlungen sollten jederzeit möglich sein. Nicht alle Banken sind mit dieser Praxis einverstanden. Gehen ihnen doch damit Einnahmen durch die Zinsen verloren. Für den Autobesitzer aber sind Sonderzahlungen ein Vorteil, denn er kann seinen Kredit schneller abbezahlen. Das funktioniert in der Praxis aber nicht beim Drei-Wege-Finanzieren.
Der durchschnittliche effektive Jahreszins beläuft sich gegenwärtig auf 4,5 – 5% für einen Raten-Autokredit. Bei der Drei-Wege-Finanzierung sind die Angaben sehr unterschiedlich.

Was versteht man unter Autokredit?

Gibt es Alternativen?

Wem die Angebote an Fahrzeugkrediten nicht zusagen, der kann sich anderweitig helfen, mit ungebundenen Krediten. Etwa dem Sofortkredit auch als billig Kredit beworben. Auch hier belaufen sich die gängigen Summen auf 5.000 – 50.000€. Allerdings gibt es bei der Verzinsung einen größeren Spielraum. Neu in Mode der Kleinkredit, leider für die Autofinanzierung ungeeignet.

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